ESD-Verpackungen: Elektronik geschützt verpackt

Antistatischer Beutel für Elektronik

Ob als Blitz am Himmel oder schwacher Stromschlag, wenn die Hand den Türgriff berührt: Elektrostatische Entladungen sind ein alltägliches Phänomen. Bei elektronischen Produkten können sie jedoch zu erheblichen Schäden führen. Mit der Hilfe von ESD-Verpackungen sorgen Sie dafür, dass Ihre Ware geschützt gelagert ist oder heil beim Empfänger ankommt.

Electrostatic Discharge – kurz ESD – steht für elektrostatische Entladungen. Sie entstehen, wenn zwischen zwei aufgeladenen Körpern eine große elektrische Spannung herrscht und diese unterschiedlichen Spannungspotentiale durch die feuchte Luft mittels fließenden Ladungsströmen ausgeglichen werden. Während dieser Vorgang bei einem Blitz für den Menschen sichtbar und beim Stromschlag am Türgriff spürbar ist, nehmen wir zahlreiche andere dieser Entladungen gar nicht erst wahr. Diese kurzzeitigen Ladungsströme können jedoch schon bei geringer Stärke elektronische Bauteile beschädigen, zerstören oder deren Lebensdauer verkürzen.

Das Symbol für ESD-Schutz

Um dem entgegenzuwirken, sollten sowohl Aufladungen der Gegenstände als auch schnelle Entladungen vermieden werden. Daher werden in Betrieben empfindliche elektrische Komponenten in ESD-geschützter Umgebung mit entsprechenden Bodenbelägen, Arbeitsoberflächen, Bekleidung usw. verarbeitet und verpackt.

In einer solchen sogenannten EPA (Electrostatic Protected Area) dient eine ESD-Verpackung als zusätzlicher Schutz vor elektrostatischer Entladung ebenso wie vor Staub, wenn die elektronischen Bauteile dort auch (länger) gelagert sind. Beim Transport spielt hingegen eine fachgerechte Verpackung eine umso entscheidendere Rolle, da sich die Elektronikteile nicht mehr in einem solch abgesicherten Bereich befinden. Aber welche Verpackungen eignen sich für welchen Einsatz?

Rundum gut geschützt

Entscheidend für die Verpackung ist, welches Material zum Einsatz kommt. Kunststoffe wie PP, PE oder Polystyrol laden sich sehr stark auf und sollten daher, ob verarbeitet zu Verpackungschips oder gängigem Luftpolster, nicht verwendet werden. Vielmehr sollten Sie darauf achten, spezielle antistatische bzw. ableitende Stoffe zum Verpacken von Computerchips, Platinen, Messgeräten und Co. zu nehmen.

Die Farbe des ESD-Verpackungsmaterials gibt Ihnen einen Hinweis auf dessen Schutzfunktion:

Rosa | Pink
elektrostatisch ableitend
Einsatz innerhalb der EPA
Metallic
elektrostatisch abschirmend
Einsatz inner- und außerhalb der EPA

Grundlegender Schutz: Antistatische Folie

Antistatische Luftpolsterfolie zum Schutz von ElektronikSchutz vor elektrostatischer Entladung bietet eine antistatische Folie, die für den Einsatz innerhalb der ESD-Schutzzone gedacht ist. Dank eines antistatischen Zusatzadditivs im Kunststoff lädt sich die Folie bei Reibung bzw. Kontakt mit der Ware nicht bzw. nur gering auf. Herkömmliche Füll- und Polstermaterialien bieten Ihnen diesen Schutz nicht, sondern laden sich selbst auf. Zusätzlich schützen Sie Ihre Ware in antistatischen Folien vor Schmutz und Staub. Dank der rosa Einfärbung können Sie die Spezialfolie auch gut von herkömmlichen unterscheiden. Erhältlich ist antistatische Folie sowohl als Flachfolie als auch Luftpolsterfolie – auf der Rolle wie auch als praktischer Beutel. Wählen Sie eine antistatische Luftpolsterfolie polstert diese mit ihrem dreilagigen Folienaufbau Ihre Waren zudem sehr gut und schont deren Oberfläche. So vermeiden Sie nicht nur Schäden durch Entladung, sondern auch vor externen Einflüssen wie Schlägen oder Druck.

MEDEWO-TippSollten Sie Ihre Ware doch in antistatischer Folie verpackt versenden wollen, benötigen Sie außerhalb der EPA einen speziellen abschirmenden Umkarton. Bei MEDEWO erhalten Sie diesen auf Anfrage.

Hoher Schutz: ESD-Abschirmbeutel

ESD-Beutel mit Druckverschluss oder offen und siegelfähigBesonders hohen Schutz bieten ESD-Abschirmbeutel, weshalb sie inner- und außerbetrieblich zum Einsatz kommen. Ihre spezielle antistatische Mehrschichtfolie bewirkt zum einen, dass elektrostatische Ladungen außen an der Oberfläche abgeleitet werden. Die innenliegende PE-Schicht minimiert zudem die Reibungselektrizität, während dank Aluminiumschicht ein Faraday’scher Käfig entstehen kann. Dieser dient im Falle von durschlagenden auftretenden Ladungsströmen zur elektrischen Abschirmung: Von allen Seiten von diesem elektrischen Leiter umgeben ist das Packgut abgeschirmt – ähnlich wie Sie bei einem Blitzeinschlag im Auto geschützt sind. Daher zählen solche ESD-Verpackungen zur Kategorie «shielding», was Sie auch dem kleinen «S» entnehmen, das auf den Beutel aufgedruckt ist. Zusätzlich bietet das Aluminium eine Wasserdampfbarriere.

Verschließen können Sie den abschirmfähigen Beutel einmalig mit einer Schweißzange. Auch das Zukleben mit einem passenden Etikett (siehe unten) bietet sich an.  Möchten Sie den Abschirmbeutel beliebig oft öffnen bzw. schließen, greifen Sie zur Variante mit Druckverschluss. Übrigens: Dank der Transparenz der Folie erkennen sie den Inhalt des Beutels, auch ohne ihn zu öffnen.

Sicher unterwegs

Warnetikett für ESD-VerpackungenIhre kostbaren Güter sind nun in der ESD-Verpackung geschützt. Auf dem Transportweg können Sie die sachgerechte Behandlung der Güter jedoch nicht gewährleisten. Machen Sie daher auf den schützenswerten Inhalt aufmerksam und kennzeichnen Sie ihn mit einem entsprechenden Warnetikett. Mit Trockenmitteln in der Versandverpackung sorgen Sie zusätzlich dafür, dass auch Feuchtigkeit der Elektronik nichts anhaben kann.

So ist garantiert, dass allein Ihre intakte Ware beim Empfänger für (positive) Spannung sorgt!

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