Wissenswertes rund um Graspapier

Verpackungsmaterial aus Graspapier

Üblicherweise dienen Holzfasern als Rohstoff für Papiere. Doch die Grundlage können auch Fasern von anderen Pflanzen sein – so etwa Gras. Wir zeigen Ihnen, wie Graspapier gewonnen wird, wofür Sie es nutzen können und was es so nachhaltig macht.

Innovativ und ökologisch – das ist Graspapier. Der Rohstoff wächst schnell und gedeiht in grossen Mengen auf heimischen Wiesen. Eine ideale Voraussetzung, um als nachhaltiges Verpackungsmaterial genutzt zu werden! Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um Graspapier:

Wie wird Graspapier hergestellt?

Graspapier in der DetailaufnahmeGewonnen werden die Fasern, die für die Herstellung des Papiers nötig sind, aus getrocknetem Gras. Es stammt von sogenannten Ausgleichsflächen – Bereichen, die nicht bewirtschaftet werden, sondern beim Bau von z. B. Strassen als Ausgleich geschaffen werden müssen. Verarbeitet wird somit kein Gras, das zur Futtermittelversorgung von Tieren angebaut wurde. Vielmehr ist das Heu, das als Grundlage dient, schon zu struktur- bzw. faserreich für Kühe, Rinder & Co.

Nachdem das Gras geerntet und getrocknet ist, wird es gereinigt, zugeschnitten und gemahlen. Schliesslich wird es zu Pellets gepresst, die die nahegelegene Papierfabrik zur Weiterverarbeitung erhält. Dabei lässt sich das organische Material genauso verwerten wie Holzfasern, denn es besitzt alle Eigenschaften, die für die Papierherstellung nötig sind.

Für das finale Produkt braucht es jedoch noch «klassische» Holzfasern für mehr Stabilität. Frisch- oder Recyclingfasern werden daher zu den Grasfasern gegeben, wobei derzeit ein Grasanteil von bis zu 50 % möglich ist. Das Stopfpapier von MEDEWO besteht beispielsweise aus 50 % Graspapier und 50 % Altpapier.

Warum gilt Graspapier als nachhaltig?

Rohstoff für GraspapierDie Herstellung von Graspapier überzeugt vor allem in puncto Nachhaltigkeit. So wird das Gras regional produziert und weiterverarbeitet, was für kurze Transportwege sorgt. Wie erwähnt wird es zudem nicht extra auf neuen Nutzflächen angebaut, sondern wächst auf Ausgleichsflächen, die keine Lebensräume beanspruchen, sondern im Gegenteil neue schaffen. Geerntet werden können die Gräser in grossen Mengen mehrmals pro Jahr.

Darüber hinaus benötigt die Produktion von Graspapier im Vergleich zur Gewinnung von Holzfasern wesentlich weniger Wasser sowie Energie und verursacht weniger CO2-Ausstoss. Auch sind dafür keine chemischen Stoffe nötig. Das liegt unter anderem daran, dass im Holz ein hoher Anteil an Lignin vorhanden ist. Dieser feste Stoff sorgt wie eine Art Kleber für die Stabilität von Holz, so dass ein Baum nach oben wachsen kann. Für die Papierproduktion muss Lignin jedoch herausgelöst und entfernt werden. Da Gras im Gegensatz dazu flachwachsend ist, enthält es wesentlich weniger Lignin und der weiche Zellstoff kann leichter gewonnen werden.

Wofür eignet sich Graspapier?

Graspapier als StopfpapierDas so gewonnene Papier ist vielfältig einsetzbar und eignet sich als Stopfpapier, wie es im MEDEWO-Sortiment erhältlich. Aber auch die Verwendung als Deckpapier von Wellpappe, Geschenkpapier oder Lebensmittelverpackung ist möglich.

Schliesslich zeichnet sich das Material durch eine grosse Reissfestigkeit aus und lässt sich gut formen. Ebenfalls ist das Graspapier gut zu bedrucken, so dass es sich auch für individuelle Verpackungen eignet.

Wie lässt sich Graspapier entsorgen?

Das Papier ist zu 100 % recyclingfähig und bleibt so dem Stoffkreislauf erhalten. Nach seinem Einsatz kann Graspapier einfach zum Altpapier gegeben werden. So werden die Fasern nochmals aufbereitet und kommen als Recyclingpapier erneut zum Einsatz. Alternativ ist es sogar kompostierbar.

Sie haben noch Fragen rund um Graspapier? Die Verpackungsprofis von MEDEWO sind gerne für Sie da:

Unser Stopfpapier aus Graspapier erhalten Sie als Rollenware oder im Spenderkarton in unserem Web-Shop:

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