5 Tipps, wie Sie nachhaltig verpacken

Nachhaltige Verpackungen

Wie können wir die Umwelt erhalten und nachhaltig handeln? Diese Frage beschäftigt viele in unserer Gesellschaft. Auch beim Thema Verpackungsmaterial stellt sich diese immer wieder. Wir haben fünf Tipps für Sie, mit deren Hilfe Sie nachhaltig und ökologisch verpacken.

Tipp 1: Nachwachsende Rohstoffe verwenden

Medienverpackung mit FSC-ZertifizierungDie Bezeichnung nachwachsend drückt es bereits aus: Wenn der Rohstoff – «von selbst» – wieder entstehen kann und somit «unendlich» ist, werden Ressourcen geschont. Im Bereich der Verpackungen bieten sich dabei folgende Materialien an:

  • Holz
    Der Rohstoff ist aus der Verpackungsbranche nicht wegzudenken, werden daraus doch zahlreiche Produkte gefertigt: von Versandtaschen und Kartonagen über Verpackungs-Chips und Paletten bis zu Klebeband auf Papierbasis. Holz gilt als ökologisch, da es CO2-neutral ist und sich besonders gut recyceln lässt. So kommt es, einmal in den Wertstoffkreislauf gebracht, immer wieder zum Einsatz.
    Trägt die Verpackung das Siegel PEFC und FSC®, wissen Sie zudem, dass der Forstbetrieb sowie die weiterverarbeitenden Unternehmen verantwortungsvoll und ressourcenschonend arbeiten. Ist die Firma – wie MEDEWO – entsprechend zertifiziert, kann dies lückenlos nachgewiesen werden und Ihnen auf offiziellen Papieren wie dem Lieferschein bestätigt werden. Aufgedruckt auf der Kartonage zeigen Sie auch dem Empfänger Ihr Umweltbewusstsein.
  • Mais
    Ein weiteres nachwachsendes Verpackungsmaterial: Mais. Aus der Stärke der Pflanze lassen sich Verpackungsflocken herstellen, die ideal zum Polstern von Packgütern und Füllen von Hohlräumen sind. Zudem sind sie biologisch abbaubar und signalisieren im Falle der FILL-IN GREEN Bio-Verpackungs-Flocken von MEDEWO dank ihrer grünen Farbe dem Empfänger sogar auf den ersten Blick ihre Nachhaltigkeit.
  • Hanf
    Eine natürliche Alternative für Thermoverpackungen sind Hanf-Vliese, die eine Isolierwirkung wie EPS bieten. Erhältlich sind die Versandverpackungen als Taschen oder Box. Hanf hat aus vielen Gründen eine positive Ökobilanz: Die Pflanze wächst sehr schnell und verbessert die Fruchtbarkeit des Bodens. Zudem ist sie vielfältig einsetzbar und kann auch zu fast 100 Prozent weiterverarbeitet werden.
    Mehr über die Vorteile von Hanfverpackungen lesen Sie in unserem Ratgeber: «Warum Sie Ihre Produkte mit Hanf isolieren sollten».

Tipp 2: Recyclingmaterial einsetzen

Wenn einmal gewonnene Materialien dem Wertstoffkreislauf erhalten bleiben, schützt dies ebenfalls unsere Umwelt. Schließlich müssen auf diese Weise keine neuen Rohstoffe gewonnen werden. Überlegen Sie daher, ob Sie auch Produkte aus Recyclingmaterial bzw. mit Recyclinganteil verwenden können.

Bei Papier bzw. Kartonagen sollten Sie – neben der Bezeichnung Altpapier (etwa bei Stopfpapier oder Packseide) – auf die Begriffe Schrenz oder Testliner achten. Während Schrenz aus recycelten Fasern aller Art hergestellt wird, kommen bei Testliner hochwertigere Recyclingfasern zum Einsatz. Wird als Papiersorte Druckausschuss angegeben, handelt es sich um recycelte Zeitungspapiere oder Druckabfälle, die eine hohe Qualität haben.

Gerade im Hygienebereich sind Recyclingprodukte oft die ökologischere Alternative. Hier können Sie etwa auf Papierhandtücher oder Putztücher zurückgreifen, die einen Recyclinganteil von bis zu 100 Prozent aufweisen. Auch bei Müllbeuteln gibt es häufig Produkte, die aus einem Regenerat des Kunststoffs PE-LD gefertigt werden.

Tipp 3: Weniger Verpackungsmaterial verbrauchen

Verbrauch an Stretchfolie senkenWer wenig verbraucht, schont Ressourcen. Nachhaltig zu verpacken beinhaltet daher auch die Frage, wie viel Verpackungsmaterial wirklich erforderlich ist. Einsparungspotentiale gibt es viele. Setzen Sie beim Versand etwa maßgeschneiderte Verpackungen ein, die genau auf das Versandgut abgestimmt sind, verwenden Sie wirklich nur so viel Material wie nötig. Auch Standard-Schachteln lassen sich mittels Kartonriller oder dank einer Vorrillung auf die Ware anpassen. So entsteht kein Hohlraum, der mit weiterem Material gefüllt werden muss. Sollten Sie noch Platz im Paket haben, bieten sich Luftkissen als Füllmaterial an, die Sie mit einem entsprechendem Gerät selbst fertigen. Die Kissen bestehen zu 99 Prozent aus Raumluft und nur 1 Prozent Kunststoff-Folie und sind sogar mehrfach verwendbar.

Auch bei der Palettensicherung gibt es Möglichkeiten, weniger Ressourcen zu verwenden. So können Sie mit High-Tech-Stretchfolien wie der MECASTRETCH® ECO Handrolle, die eine Folienstärke von 9 my aufweist, eine Palettenstabilität wie bei einer 20-my-Standard-Folie erreichen. Auch der Umstieg auf die Kunststoff-Kufen OptiLedge® lohnt sich: Da ein Paar davon nur ein Kilo wiegt, senken Sie zusätzlich das Gewicht Ihrer Ladung und damit auch den Kraftstoffverbrauch beim Transport. Weitere Produktempfehlungen lesen Sie in unserem Blogbeitrag: «Weniger (Verpackung) ist mehr!». Dort erfahren Sie auch mehr zu den zahlreichen Vorteilen, wenn Sie weniger Material verwenden. Denn auf diese Weise schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern senken auch Ihre Kosten, sparen Zeit ein und vieles mehr.

Tipp 4: Mehrweg-Lösungen verwenden

Weniger zu verbrauchen kann auch bedeuten, ein und dasselbe Produkte öfter zu verwenden. Für Versandhändler empfiehlt sich zum Beispiel eine Verpackung, die für den Zweitversand geeignet ist. Solche Schachteln oder Folien-Versandtaschen bieten einen zweiten Selbstklebeverschluss, so dass der Empfänger die Verpackung bei einer Retoure noch einmal verwenden kann. So wird kein neues Material benötigt.

Gerade für Ihr Lager gibt es zudem Artikel aus hochwertigem Kunststoff, die mehrfach zum Einsatz kommen können. Doch welche sind dank ihres robusten Materials für den mehrfachen Gebrauch geeignet?

  • Auf Paletten aus Kunststoff können Sie Ihre Ware wiederholt laden, zumal sie abwaschbar sind. Dank des geringen Gewichtes im Vergleich zu Holzpaletten sparen Sie zudem Frachtkosten. Da die Paletten auch nestbar sind, sind sie zugleich platzsparend.
  • Auch was Sie auf der Palette stapeln, kann eine Mehrweg-Lösung sein – wenn es sich um KLT-Behälter aus PP handelt. Da die Kleinladungsträger leicht zu reinigen und äußerst robust sind, können Sie diese oft verwenden. Durch die Rippen ist die Stabilität zusätzlich erhöht, was den Einsatz besonders langlebig macht.
  • Ein weiteres Mehrwegprodukt für Ihre Ladungssicherung sind Hohlkammerplatten aus PP. Da sie wasserfest und abwaschbar sind, können Sie diese wiederverwenden – ob als Zwischenlage, Kantenschutz oder zum Auskleiden von Kisten und Gitterboxen.
  • Sie transportieren temperatursensible Waren? Boxen aus EPP sind abwaschbar, weshalb sie für den mehrmaligen Gebrauch geeignet sind. Durch ihre hohe Stabilität und ihre schlag- und abriebfeste Oberfläche, schützt die Verpackung auch nach wiederholtem Einsatz Ihr Produkt zuverlässig vor Temperaturschwankungen. Auch dazu passende Kühlakkus, die aus einer Kunststoff-Hülle und einer ungiftigen Kühlfüllung gefertigt sind, sind beliebig oft verwendbar.
  • Für langanhaltende Ordnung sorgen Sie mit Lagersichtkasten aus Kunststoff. Sie sind aus schlagfestem Polypropylen gefertigt und daher besonders langlebig. Das Material ist außerdem resistent gegenüber den meisten Säuren und Ölen sowie temperaturbeständig von – 20° bis + 80 °C.

Tipp 5: An die Entsorgung denken

Verpackungsmaterial richtig entsorgenEntscheidend ist nicht nur die Herstellung und Verwendung des Materials, sondern auch wie es anschließend entsorgt wird. Damit es dem Wertstoffkreislauf erhalten bleibt, ist es wichtig, dass verschiedene Materialien für die Entsorgung getrennt werden und so sortenrein wiederverwendet werden können. Was bedeutet das konkret?

Materialien haben unterschiedliche (Schutz-)Funktionen, daher ist es verständlich, dass sie als Verpackungsmaterial auch miteinander kombiniert werden. Können die beiden Stoffe aber nach ihrem Einsatz leicht voneinander getrennt werden, sorgen Sie dafür, dass sie auch wieder genutzt werden können. Ein Beispiel dafür ist die AIRKRAFT Luftpolster-Versandtasche, bei der sich die Kunststoff-Hülle leicht vom Papiertasche lösen lässt (mehr zu den Vorteilen der Tasche).

Noch einfacher ist es mit sogenannten Einstoffverpackungen. Wie der Name schon sagt, bestehen sie nur aus einem Material. Der Empfänger kann daher die Verpackung «im Ganzen» entsorgen und muss vorher – will er korrekt recyceln – kein Material voneinander trennen. Durch diese einfache Handhabung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Material zur Wiederverwertung gelangt. Zu solchen Einstoff-Verpackungen zählen Medienverpackungen, die kein Füllmaterial benötigen, oder Kartonagen, die mit Papier-Verpackungschips oder Stopfpapier gefüllt sind. Auch eine Versandtasche mit Papierpolster kann ohne Trennung in das Altpapier wandern.

Bei Kartonagen ist außerdem das RESY-Zeichen von Bedeutung, das Sie bei MEDEWO auf allen Schachteln aufgedruckt finden. Die gleichnamige Organisation garantiert, dass Transport- und Umverpackungen aus Papier und Pappe, die mit dem Label gekennzeichnet sind, gänzlich entsorgt und wiederverwertet werden.

So bleibt das Material dem Rohstoffkreislauf und uns unsere Umwelt erhalten!


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